Im Frühjahr 2002 absolvierte ich einen Schnupperkurs im Golf Sport Park Groß-Zimmern / Zimmerner Golfclub 1995 e.V

Von Anfang an hatte ich das Gefühl, dass mir diese Sportart liegen könnte. Ich ersteigerte mir einen Schläger-Halbsatz beim Golfmeier über ebay und spielte die eine oder andere Jedermanns-Runde auf dem Blauen Platz in Groß-Zimmern.

Natürlich erkaltete die Leidenschaft für diesen Sport im Winter.

Nach meinem Radurlaub in Vietnam spielte ich mit Toni, einem Mitstreiter aus dem Schnupperkurs, erneut jede Woche in Groß-Zimmern auf dem 9-Loch-Kurs. Die Bahnen konnten wir bald blind spielen, hatten Erfolge, denen jedoch gleich darauf frustrierende Schläge folgten.

Wir zogen in die Welt hinaus, in unserem Fall war das aber erst mal nur der Odenwald. Der öffentliche 9-Loch-Golfplatz im Sansenhof strahlte Ruhe aus und war aufgrund des hohen Grases für uns sehr schwer zu spielen.

Zwischenzeitlich hatte ich mir auch einen neuen Schlägersatz und einen Trolley zugelegt.

Nun wollte ich es aber wissen. Eine Woche Platzreifekurs im Golf-und Country-Club Fleesensee brachten neue Erkenntnisse, neue Golfpartnerschaften und natürlich die Platzreife. In dieser Woche war manchmal keine Zeit mehr für ein Mittagessen, so verrückt jagten wir von Bahn zu Bahn, von Loch zu Loch. Erstmals spielte ich mit Herbert, meinem Golfpartner in Fleesensee, auch einen 18-Loch-Course. Aufgrund der wesentlich längeren Bahnen, der plötzlich vorhandenen Wasserhindernisse und der immer vor dem Grün liegenden Bunker 




war ein ganz anderes Spiel notwendig, um dort bestehen zu können. Auch die ca. 8 km Fußweg mussten erst mal bewältigt werden.



Insgesamt war diese Woche in Mecklenburg-Vorpommern bei durchwachsenen bis strahlendem Wetter ein großartiges Erlebnis.

In 2004 wurde ich Mitglied im Zimmerner Golfclub 1995 e.V. und spielte regelmäßig den blauen Kurzplatz zum Training. Wenige Turniere auf dem gelben (18-Loch)-Platz in Groß-Zimmern, aber auch auf dem Platz des Golf-Clubs Eschenrod reichten nicht aus, das Handicap zu verbessern. Trainingsrunden in der Golfanlage Hof Trages und im Golfpark Gut Hühnerhof in Gettenbach rundeten in 2004 das Golfgeschehen ab. So steht nun im Jahre 2005 nach wie vor die Verringerung des Handicaps an. Dazu ist es gegenüber dem Vorjahr unbedingt notwendig, mehrere Turniere zu spielen, locker zu bleiben und eine mentale Stärke aufzubauen.

In 2005 spielte ich 10 Turniere und mein Handicap - wie ich es in meinem Jahresziel vorformuliert hatte - runter auf 35,5.

An insgesamt 60 Tagen spielte und trainierte ich - meist in Groß-Zimmern - und schlug dabei etwa 12.000 Bälle. Auf den Grüns - im Training und auf den Turnieren - puttete ich etwa 5.000 mal.

Im März 2006 verbrachte ich eine Woche im Hotel Aziza in Hammamet/Tunesien. Bei 24 - 26 Grad Celcius und windigen Verhältnissen spielte ich jeden Tag im Golf Club Citrus eine Runde Golf. Ich spielte den etwas einfacheren Platz Les Oliviers und den anspruchsvollen Platz La Foret je 3 Mal. Dabei legte ich auf knochentrockenem, welligem und hügeligen Terrain und unter strahlend blauem Himmel gut 50 km zu Fuß zurück.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Verteilung der Schläge, wie sie in dieser Woche angefallen sind:
Driving Range Abschläge (incl. provisorische) Fairway, Bunker, Strafschläge Putts Gesamt
200 125 370 240 935
17 % 50 % 33 % 100 % (735)


Die Bilder zeigen mich am Tee 10 des Courses Les Oliviers, einem 347 m langen Par 4, welches erst stark abfällt, um dann umso mehr zum Grün hin anzusteigen.






Abschließend kann ich feststellen, dass ich mit Golf die Sportart gefunden habe, die mich die nächsten 50 Jahre meines Lebens begleiten wird.